StartseiteBildungsangebotÜber unsAnmeldungDownloadKontaktImpressum

TalentScouting-Plakette macht Kooperation sichtbar

Talente fördern – das ist seit zirka einem Jahr das Ziel des TalentScouting der FH Dortmund am Konrad-Klepping-Berufskolleg. Dafür bietet Serah Dubidad als TalentScout in der Schule regelmäßige Coaching-Gespräche für talentierte Jugendliche an und unterstützt sie, ihre Entscheidung hinsichtlich der Studien-und Berufsorientierung zu treffen und zu verfolgen. Am 20. September 2017 unterzeichneten die Partner nun eine Kooperationsvereinbarung. Seitdem macht eine Plakette, die die Schule als Partner im NRW-TalentScouting-Programm ausweist, die gelungene Zusammenarbeit nach außen sichtbar.

Bildzeile zum Foto: Die Plakette macht die Kooperation sichtbar – darüber freuen sich: Gerd Erdmann-Wittmaack, FH-Prorektor für Hochschulmarketing und regionale Einbindung, KKBK-Schulleiterin Andrea Schendekehl

Sina Johannsen und Manuela Völz (Studien- und Berufswahlkoordinatorin am KKBK), FH-TalentScout Serah Dubidad, FH-TalentScouting-Koordinatorin Cornelia von Soosten, Nicola Dümeland und Anja Kobus (KKB)

Was das TalentScouting ganz konkret bewirken kann, zeigt das Beispiel von Abdul Tasdemir: Der 18-Jährige kam in die Beratung, um sich über Stipendienmöglichkeiten zu informieren. Er wollte Finanzmathematik studieren, war jedoch noch nicht sicher, an welcher Hochschule. Gemeinsam mit dem TalentScout hat er überlegt, wie sich seine Pläne konkretisieren ließen. „Wir arbeiteten Kriterien für die Suche nach einem passenden Stipendium durch und Abdul recherchierte nach möglichen Studienorten“, erzählt FH-TalentScout Serah Dubidad.

Während seiner Recherche hat Abdul festgestellt, dass er für seinen Wunschstudiengang ein Vollabitur brauchen würde, zudem aber, dass er Finanzmathematik auch im Master studieren kann. Daraufhin hat sich Abdul an verschiedenen Fachhochschulen alternativ für betriebswirtschaftliche Studiengänge beworben, in denen er sein Studium schon jetzt mit der Fachhochschulreife beginnen kann. Sein Fernziel Finanzmathematik hat er jetzt für ein anschließendes Masterstudium im Blick. „Durch das TalentScouting habe ich festgestellt, dass auch mehrere Wege zum Ziel führen können. Und jetzt starte ich mein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Bochum“, freut sich Abdul.

„Solche Erfolgsgeschichten machen uns auch stolz auf die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler! Und sie zeigen deutlich den Wert des TalentScoutings für unsere Schule“, erklärt Andrea Schendekehl, Schulleiterin des Konrad-Klepping-Berufskollegs. Dazu ergänzt FH-Prorektor Gerd Erdmann-Wittmaack: „Und für uns ist es sehr wertvoll, wenn unsere Erstsemester-Studierenden gut orientiert sind und wissen, was auf sie zukommt. Darauf können wir die akademische Bildung aufbauen.“ Manuela Völz, die als Studien- und Berufswahl-Koordinatorin die Beratungstermin am KKBK organisiert, ist überzeugt: „Wir haben viele junge Menschen, die noch viel mehr aus sich herausholen können, wenn wir an sie glauben und Perspektiven eröffnen. Durch das TalentScouting schärfen wir alle unseren Blick für diese Talente - das melden auch die anderen Lehrkräfte zurück.“ Denn als Talente werden alle jungen Menschen gesehen, die das Potenzial für eine erfolgreiche berufliche Karriere mitbringen,  dieses jedoch  nicht voll ausschöpfen, weil in ihrem Umfeld vielleicht die Vorbilder fehlen, die den Weg an eine Hochschule erleichtern könnten,  weil knappe finanzielle Ressourcen ein Studium zu verhindern drohen oder ihnen einfach  nicht bewusst ist, wieviel Talent in ihnen schlummert.

„Dabei sind wir ergebnisoffen: Ob der zukünftige Weg an eine Uni, eine FH oder in eine Berufsausbildung führt – wir wollen jeden auf seinem individuell richtigen Weg begleiten“, ergänzt Cornelia von Soosten als Koordinatorin der FH Dortmund.

Zum Projekt TalentScouting:

In Deutschland entscheiden oftmals nicht die Talente und Fähigkeiten über den Bildungsweg, sondern die familiären Hintergründe: Während 77 Prozent aller Akademikerkinder studieren, beträgt dieser Anteil bei Kindern aus Nichtakademiker-Familien nur 23 Prozent. Wer in weniger privilegierten Verhältnissen aufwächst, vertraut seltener auf die eigenen Stärken und lässt trotz guter Noten vorhandene Aufstiegschancen ungenutzt.

An dieser Stelle setzt das Projekt TalentScouting an, das ursprünglich von der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen entwickelt wurde und vom Ministerium Kunst und Wissenschaft in NRW auf mittlerweile 17 Hochschulen ausgeweitet wurde.